Selbstbewustsein, Hater und die Entwicklung eines schwierigen Charakters

LOVE YOURSELF FIRST!


Ich hoffe, niemals behauptet zu haben, dass ich eine einfache Person zu sein. Denn ich weis, das bin ich auf keinen Fall.


Um diesen Beitrag einen würdigen Anfang zu geben, beginnen wir ab der Trennung meiner Nabelschnur: ( Achtung, der kommt flach)


Ich bin eine sehr streitfreudige Person, die immer Recht behalten muss und gerne gemeine Witze reißt. Mein Humor ist von der etwas anderen Sorte und Ironie und Sarkasmus haben höchste Priorität im Alltag. Witze über andere sind sozusagen mein Hobby und es stört mich überhaupt nicht, wenn jemand einen Witz über mich macht solange er auch wirklich witzig ist, auf so halbe Witze steh ich überhaupt nicht ( und es bedarf schon großes Talent, dass ich einen Witz gut finde...)

Am Anfang war natürlich alles anders. Sagen wir es so, im "Kindesalter" habe ich es geliebt, wenn ich diejenige war, die erzählt hat. Wenn Menschen mir zuhören, wenn sie interessiert, was ich sage und wovon ich berichte. Mittelpunkt des Geschehens, ja das war in der Regel meine Position. Leider habe ich in jungen Jahren noch nicht einschätzen können, was man in die Welt hinausrufen soll und was nicht. Schwierig wurde das für mich, als man angefangen hatte, alles gegen mich zu verwenden und wenn man eben kein dickes Fell hat. Nachteil, wenn man immer mit Samthandschuhen angefasst wurde.

Und weil ich immer schon blöde Bemerkungen, Anspielungen und unpassende Äußerungen machen musste, war schnell klar, dass es nicht lange dauern würde bis ich das, was ich ausgeteilt hatte, nicht einstecken konnte.

Kurzgefasst, ich habe früh mit vielen Menschen Streit und Stress auf hohem Niveau gehabt, der verschärft ausgetragen wurde und durch den ich dann aber wenigstens viel gelernt habe.

Dadurch, dass ich mich nie selbst verteidigen konnte und trotzdem immer geradewegs auf den nächsten Kampf zuging, habe ich irgendwann gar kein Selbstbewusstsein mehr gehabt und hatte von allem Angst. Ich konnte nichts entscheiden weil ich Angst davor hatte, dass jemand eine Bemerkung macht und ich damit vor vielen Menschen blöd dastehe.

Und das ging echt lange. Wirklich wirklich lange.

Ich habe mir lange eingeredet, dass ich einfach so schaffe, über allem zu stehen und das zu machen, worauf ich Lust habe aber man stellt sich die Sache immer einfacher vor, als sie im Endeffekt ist.
Meine Angst vor dem Gründen dieses Blogs war daher, dass zu viele Leute meine Arbeit kritisieren, mich sogar persönlich darauf ansprechen und mich fertig machen oder, wenn sie doch nicht so hart sind, auf dem Blog oder Instagram etwas schreiben. Ich hatte Angst davor, direkt damit konfrontiert zu werden, dass es viele gibt, die meinen Blog einfach nicht mögen werden.
Es gibt immer noch sehr viele Bekannte, die nicht wissen, dass ich diesen Blog führe. Einfach weil ich weis, dass ich mich noch verbessern kann und ich jetzt nicht zulasse, dass sie mich schlecht machen weil ich keinen hochprofessionellen perfekten Blog habe, wobei ich auch glaube, dass einfach zu viele von ihnen nicht einmal wissen, was ein Blog ist aber mit ihrer Dummheit wären sie dann ja auch schon genug gestraft.

Für mich ist es immer noch ein wenig schwer zu meiner Arbeit zu stehen. Ich bin mehr Perfektionist als mir lieb ist. Es gibt nichts, womit ich vollkommen zufrieden bin und so ist es auch mit meinem Blog. Hieran arbeite ich aber, ich gehe Stück für Stück an die Sache heran und passe alles meinen Vorstellungen an und ich liebe diesen Blog wirklich über alles.

Aber mit der Zeit hat sich das Verbessert. Ich konnte irgendwann bedenkenlos Artikel hochladen und war letztendlich zufrieden, als ich gesehen habe, wie viele Leser ich habe und wie vielen von euch das gefällt. Mittlerweile muss eine Person eine sehr hohe Position oder viel Macht habe, um mich einzuschüchtern. Respekt habe ich vor vielen (#mamafirst ) aber ich lasse mich nicht mehr so leicht von anderen kritisieren und nicht alles was ich mache, sage, trage oder denke schlechtreden. Um ehrlich zu sein, die Meinung von anderen ist mir egal. Natürlich nicht auf alles bezogen aber im Ernst, ich mache das worauf ich Lust habe und so wie es mir gefällt. Jeder der damit ein Problem hat oder der meine Meinung nicht teilt muss mit mir nicht darüber reden, sich meine Taten ansehen oder diesen Blog lesen. Mein Blog, das ist meine Sache. Ich schreibe hier über das, was mir gefällt, ich lade hoch wovon ich überzeugt bin und schreibe über mich, meine Meinung und mein Leben. Daran muss keiner teilhaben, keiner muss sich das ansehen oder lesen aber anscheinend gefällt es euch und dafür bin ich selbstverständlich dankbar aber jeder, dem das hier nicht gefällt, kann so schnell von dieser Seite gehe wie er gekommen ist!

Durch diese Erkenntnis bin ich wahrscheinlich etwas schwierig geworden. Ich lasse mich, wie schon gesagt, nicht so schnell kritisieren, oft mache ich Fehler und sehe sie dann nicht ein. Aber ich habe gelernt, mich selbst zu akzeptieren und wenn ich etwas ändern will, es einfach zu tun. Einfach damit anfangen und dann wird das schon klappen. In meinen Augen bin ich die wichtigste Person in meinem Leben, also nicht denken, dass ich total selbstverliebt bin aber ich weis einfach, dass ich an erster Stelle glücklich und zufrieden sein muss, damit alles andere gut werden kann. Ich bin so wie ich bin, ändere mich für niemanden und wenn mich jemand nicht mag, dann ist das einfach nicht mein Problem weil derjenige hat sich gegen meine guten Seiten entschieden und gegen das, was viele anderen vielleicht gut finden an mir. Ich mach mir nichts mehr daraus, wenn jemand mich nicht mag weil wenn das so ist, dann hat die Person auch irgendwelche Eigenschaften, die ich nicht mag und somit habe ich um nichts traurig zu sein.

Ich habe ja schon gesagt, dass ich gerne Witze über andere mache. Mir macht das nichts aus, wenn mal einer etwas über mich sagt. Ich habe mittlerweile nicht nur ein gesundes Selbstbewusst sein, ich bin mir auch selbst bewusst. Wie ich das jetzt meine ist wahrscheinlich nicht so leicht zu verstehen aber ich erkläre es natürlich sehr gerne weil dann bleibt die Aufmerksamkeit schließlich bei mir (Zwinker):
Wenn jemand denkt er wäre lustig und ein Bild von mir sieht und sagt, dass ich eine komische Nase habe, ist das keine Beleidigung. Ich weis, dass meine Nase nicht perfekt ist und dass sie seitlich betrachtet, sehr lustig aussieht ( übrigens liebe ich meine Nase weil man auf Anhieb erkennt würde, wer mein Vater ist und mein Vater ist der König.)
Was ich damit eigentlich sagen möchte, jemand kann mich nicht mit einer Tatsache beleidigen, wenn ich mir, erstens, dessen bewusst bin und zweitens, wenn es mir nichts ausmacht, weil würde es mir etwas ausmachen, dann hätte ich ja schon damit angefangen, etwas zu ändern. Für mich ein logischer Kreislauf.

Mein Vater hat mir vor einigen Tagen eine kurze Geschichte erzählt:

Ein Mann hat gesagt, dass er in seinem Leben noch nie beleidigt wurde. Als man ihn fragte, wie das möglich sein, sagte er:
Was passiert, wenn du mir ein Geschenk bringst und ich es nicht annehme?- Du behältst es selbst. Und so ist es mit der Beleidigung, wenn ich deine Beleidigung nicht annehme, kannst du mich auch nicht beleidigen. 

Ich höre viel Deutschrap, nicht immer positiv für ein Mädchen aber ja, es ist so. Und oft sagen die großen, harten Jungs wirklich kluge Sätze. Beiläufig also noch ein Tipp: Deutschrap baut in der Regel immer auf!

Und um die Sache mit meinem Selbstbewusstsein und dem Humor noch mal in Verbindung zu bringen; wenn mir jemand, beispielsweise. abwertend etwas zu meinem Outfit sagt, interessiert es mich eigentlich nicht. Ich lache oft drüber, was dem Gegenüber dann so scheint als würde ich nicht anders damit umgehen könne. Dabei finde ich es eigentlich nur witzig, dass jemand eine Äußerung macht, obwohl man ihn an meisten kritisieren müsste.



"Valentina, du siehst heute nicht so toll aus"- Sorry, ich versteh natürlich, dass dir grüne Socken in den blauen Sneakern besser gefallen. Morgen mach ich dann deinen Style nach.

Ich habe mir abgewöhnt, immer "zuzuschlagen" , wenn sich die Möglichkeit bietet aber ich kann euch versichern, ich schlage zurück sobald mir jemand blöd kommt. Und meistens immer bisschen kräftiger.

Gerade was den Modegeschmack angeht, kann ich gar nicht verstehen, warum Menschen dauernd meinen, andere zu kritisieren. JEDER HAT EINEN ANDEREN GESCHMACK, jeder Mensch ist doch anders, warum verstehen manche Menschen das einfach nicht? Lass mich doch tragen, was ich will. Ich verbiete auch niemandem, das zu tragen, was ihm gefällt!




Ich habe aufgehört, mir die Meinung von anderen zu sehr zu Herzen zu nehmen und es geht mir viel besser. Ich muss zufrieden sein, ich muss wissen, ob ich etwas gut finde oder nicht und ich alleine habe dann auch zu entscheiden. Und schließlich muss es ja auch etwas geben, worüber man lästern kann.

Aber das wichtigste habe ich fast vergessen; ich lache unheimlich gerne und viel. Einfach weil ich keine Lust habe, ständig ernst zu sein. Wozu auch


Ja, das war ein Beitrag über mich, nur mich! Ich, ich ich...

Stellt euch mal bitte vor, alle hätten die selben Interessen, den selben Geschmack und wären komplett gleich.

XX Valentina
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