Mut zur Veränderung- warum jetzt mit der Unzufriedenheit Schluss ist

The miracle isn't that you get to the top; the miracle is that you choose to climb


Im letzten weekly report habe ich ja viel über meine momentane Unzufriedenheit geschrieben. Und das Bild von Soulful Remedies mit den obenstehenden zwei Sätzen war für mich mehr als motivierend.



Immer wieder schreibe ich hier, wie ich etwas ändern werde und wie ich endlich besser werde, dass ich mir mehr Mühe geben werde und so weiter. Nie hat sich wirklich etwas geändert. Klar, im Hinterkopf hab ich immer, dass ich gerade den falschen Weg gehe und, dass ich doch eigentlich ein völlig anderes Ziel habe. Am Ende bin aber ich immer die, die unglücklich ist und voller Zweifel. Oft darf ich mir anhören, dass ich total selbstverliebt und egoistisch bin. Auf der einen Seite ist es schon so, ich liebe mich, weil ich weiß, dass ich einiges geschafft habe, wovon keiner geglaubt hat, dass ich es packen werde und ich weiß, dass ich mir in vielen Dingen viel Mühe gebe um weiter zu kommen. Egoistisch bin ich auch manchmal. Ich denke an mich, um endlich davon los zu kommen, was mich unzufrieden macht. Ich bin momentan weder mit meinem Blog, noch mit meinem Körper richtig zufrieden.

Ich bin nicht die, die ständig und jeden vollheult. Ganz im Gegenteil, je weniger Leute von meinen Problemen wissen, desto besser ist es für mich. Ich will keine Hilfe und wehe jemand kommt mir mit Mitleid. Sowas kann ich gar nicht gebrauchen und nur, wenn ich etwas selbstständig erreicht habe, bin ich zufrieden und kann sagen, dass ich es geschafft habe. Ich muss meinen eigenständigen Teil zu einer Sache beitragen, sonst sehe ich es nicht als Erfolg.

Hier zu schreiben, dass ich gerade ein richtig schwaches Selbstbewusstsein habe, ist ziemlich gefährlich. Es bietet so viel Angriffsfläche und ich habe gerade keinen Schutz. Mit dieser Unsicherheit, der mangelnden Selbstliebe und dem schwachen Selbstbewusstsein, kann ich nicht positiv und glücklich nach außen aussehen. Mit anderen Menschen gelassene Unterhaltungen führen oder neue Bekanntschaften zu machen ist für mich nicht möglich weil ich gerade einfach kein bisschen offen gegenüber anderen sein kann. Mit Leuten, denen ich wirklich vertraue, damit habe ich kein Problem. Freundschaften, die schon etwas länger bestehen, werden gerade immer fester und stärker, was eine große Energiequelle für mich ist, aber der Rest der Menschen kann mit mir gerade keine entspannte Unterhaltung führen, weil ich Angst habe, dass ein Thema angesprochen wird, was für mich gerade ein wunder Punkt ist.



Um genau zu sein, wehre ich mich mit Aggressionen und Wut gegen jeden, der mich kritisieren könnte. Ich bin so übertrieben reizbar, weil ich gerade dabei bin, Dinge zu ändern, dass ich wieder normal und glücklich leben kann. Es klingt, als wäre ich schon depressiv, so ist es nicht. Aber mit diesem Thema ist absolut nicht zu spaßen. Wohin führt es denn, wenn man ständig traurig und unglücklich, unzufrieden und voller Selbstzweifel ist? Irgendwann ist es doch normal, dass man psychisch einfach nicht stabil ist und krank wird. Ich bin davon ( hoffentlich) noch weit entfernt, es ist mir aber wichtig, dass es in die andere Richtung geht. Ich will etwas ändern. Ich will so werden, wie ich sein will.

Dass mein Aussehen mir gerade nicht passt, steht mir wahrscheinlich am meisten im Weg. Natürlich könnte ich mich damit anfreunden, dass ich bei Zara niemals mehr in eine 38 passen werde, ich will das aber nicht. Ich glaube, es ist schwerer das zu akzeptieren, als eine Entscheidung zu treffen und mich dorthin arbeiten, wo ich sein will. Ich will nicht mager dünn werden, im Gegenteil! Ich finde die begehrte Thigh Gap überhaupt nicht schön und will meine Oberschenkel keinesfalls so dünn haben, ich will aber wieder eine Jeans anziehen und mich nicht fragen, wie dick ich wohl für die anderen aussehe. Ich bin nicht dick, ich glaube, dass sieht man. Ich habe meine Problemzone, das sind die Oberschenkel und die machen mich so wütend. Wenn alles passt, wenn man soweit mit sich zufrieden ist und es dann eine Sache gibt, die einem alles ruiniert, kann man sich entweder damit abfinden oder man arbeitet dafür, dass auch diese eine Sache so gut wird, wie man sie will. Ich kann nicht einschätzen, ob hier verständlich wird, was ich sagen will. Es ist so, dass mich von Zufriedenheit und einem gesunden Selbstbewusstsein nur mein ständiges Essen und das Fett an den Oberschenkeln abhält.

Ich habe momentan noch Ferien, ich habe Zeit, mir einen Plan zu machen und mit kleinen Schritten zum Ziel zu kommen. Das größte Problem mit dem Essen ist immer die Schule. Jetzt muss ich dort nicht hin und kann mich darauf konzentrieren, mich im neuen Lebensstil ein zu finden. Und das ist es doch. Ich will nicht mehr so leben, wie ich es bis jetzt getan habe, so bin ich nicht zufrieden und genau das muss ich sein.

Seit einigen Jahren habe ich einen festen Plan in meinem Kopf, wie mein Leben bis 24 aussehen soll. Mit 24 Jahren will ich in meinem Leben alle Grundsteine gelegt habe. Der Plan, den ich mir da gemacht habe, würde ein fertiges Studium beinhalten, einen festen Lebenspartner und die Planung eine Familie in Zukunft. Bin 24? Ich war so überzeugt davon, dass das für mich der richtige Weg ist und mein ganzes Handeln in den letzten 12 Monaten ist darauf ausgerichtet gewesen, dass dieser Plan in Erfüllung geht. Einige dieser Dinge sind auch nicht zu kritisieren; ein abgeschlossenes Studium ist gut und in meinen Augen nötig. Aber ich kann mich doch nicht jetzt schon darauf festlegen, mit 24 den Bund fürs Leben geschlossen zu haben und bis zum Tod mit einer Person zu leben. Vielleicht kommt es so, vielleicht lerne ich wirklich bis dahin jemanden kennen, mit dem ich mir das vorstellen kann aber bis dahin sind es noch 7 Jahre, wer weiß, was noch alles kommt und passiert.

In den letzte Tagen habe ich viel nachgedacht. Wirklich, ich lag bis 4 oder 5 Uhr in de Nacht wach und habe mir Gedanken dazu gemacht, was ich nun ändern will. Ich brauch dafür kein Neujahr, Monatsanfang oder Montag, ich beschließe etwas und beginne sofort mit der Umsetzung. Ich muss mich erstmal um die wichtigen Dinge im Leben kümmern und das wichtigste in meinem Leben bin ja wohl ich. Also nicht, dass es jetzt so rüber kommt, als wäre ich der Mittelpunkt meines Lebens aber ich lebe doch mein Leben und ich muss damit im Reinen sein, bevor ich mich um alles andere kümmern kann.

Diese Woche geht gerade schrittweise voran. Ich habe meine täglichen Baustellen, die mir beim wachsen helfen. Wachsen im Sinn von größer und stärker werden, mental. Die Veränderungen heißen für mich nicht nur gesund essen und Sport machen, mich an Gesprächen beteiligen und für die Schule und den Blog büffeln. Mein Ziel ist es, endlich positiver und ruhiger an Sachen ran zu gehen und im Hinterkopf immer zu wissen, dass ich es zu etwas bringen kann und, dass ich gut bin. Ich bin nicht perfekt aber ich bin kein Nichtsnutz. Nicht immer, wenn etwas nicht klappt, liegt es an mir. Nicht für jeden Fehler bin ich verantwortlich und vor allem, ich darf auch Fehler machen! Ich glaube fest an Bestimmung und ich will endlich Dinge auch mich zukommen lassen, ohne mich an sie zu klammern oder sie direkt abzustoßen.



Ich habe mir einen festen Plan gelegt, wann und wie ich Dinge ändern will. Nüchtern betrachtet weiß ich genau, wo die Fehler liegen und was ich ändern muss. Ich habe rückblickend gesehen, was mich von meinem Ziel abhält und daher will ich diese Situationen vermeiden. Ich will anderes entscheiden, wenn sich eine Situation wiederholt, wenn ich das letzte Mal nicht zufrieden mit dem Ende war. Und ich weiß, dass ich nicht an die Spitze kommen muss, sondern einfach weiter klettern muss.

An dem Punkt, wo du begreifst oder siehst, dass du nicht glücklich und zufrieden bist, geh soweit zurück wie nötig und fang von vorne an. Geh die Schritte nochmal, dieses Mal anders. Mach es besser oder mach es einfach nochmal. Wenn du wieder eine Niederlage hast, fang nochmal an und erreiche, wenn nötig, immer wieder aufs Neue eine Niederlage, aber jedes Mal besser! Dreh so lange am Stein bis er passt. Schleife so lange an etwas, bis es endlich die richtige Größe und Form hat. Der gute Weg und der Weg zum Ziel ist selten leicht und schön.

Denk immer daran, du machst das für dich!

XX Valentina
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