Mein erster Schritt zur besseren Ernährung- wie ich es geschafft habe

Stop letting food be the boss of you!


Wenn jemandem die Ernährungsumstellung schwer gefallen ist, dann mir! Trotz meinem sturen Verhalten, meinem Willen und guten Voraussetzungen, konnte ich diesen wichtigen Schritt zu einer gesunden, bewussten und cleanen Ernährung machen. Bis zu diesem einen Tag!



Nach dieser dramatischen Einleitung kommt nun ein Beitrag, auf den ich sehr stolz bin, aber auch ziemlich schwer zu verfassen war. Seit einem Jahr rede ich hier dauernd von Abnehmen, gesunder Ernährung und meinen Fortschritten, die eigentlich nicht nennenswert waren. Ich wurde regelrecht vom Essen kontrolliert und habe unkontrolliert gegessen. Wirklich, ohne Spaß jetzt. Bis mir schlecht geworden ist, bis alle Vorräte weg waren und sogar, bis kein Tropfen Insulin mehr in meiner Pumpe war, habe ich nicht aufgehört zu essen. Langeweile- und Frustessen waren eigentlich völlig normal und das alles, obwohl ich mich so gerne Fitness Blogger nenne.

Dein Körper, deine Entscheidung. Wenn ich nicht jetzt damit aufhöre, werde ich es tun, wenn ich wirklich unglücklich bin. Und momentan war ich einfach unglücklich. Ich fand mich ab dem Bauch einfach nicht schön und statt etwas dagegen zu tun, habe ich angefangen darüber zu reden, dass ich nicht abnehmen muss, dass ich trotzdem eine gute Figur habe etc. Und das obwohl meine Ärzte schon regelmäßige Gewichtskontrollen wollten ( gut, die Idioten haben meinen großen Muskelanteil, den es wirklich gibt, nicht beachtet aber trotzdem konnte man den Speck am Oberschekel gut sehen.)

Was war der Grund für meine tatsächliche Änderung? Im weekly report vor Ostern habe ich gesagt, dass ich in der ersten Woche der Osterferien einiges ändern wollte und mir eine Grundlage für eine gesunde Ernährungsweise zulegen wollte. Ich habe das nicht geschafft und das schlimmste an der ganzen Sache war, dass ich mich in diesem Jahr nicht mal an den Fastentagen unter Kontrolle hatte. Nicht mal für meine Religion konnte ich mich zurückhalten, wie sollte ich dann für eine Woche Studienfahrt den Willen habe, mein Essverhalten zu ändern und den Weg zu meinem Zielgewicht und -Körper zu gehen? Eigentlich ist das nicht möglich.


Aber es ist möglich. Das war meine größte Motivation, es ist möglich und das beweist mir, dass ich es schaffen kann. Ich habe mich so geschämt, an dem Tag, an dem Jesus für mich gestorben ist, nicht mal als Dank auf Fleisch, Milch- und Eiprodukte verziechten zu können. Am Karsamstag habe ich mich entschieden, dass sich das alles ändern muss. Ich werde für mein Ziel arbeiten und mich das tun, was nötig ist, um dorthin zu kommen. Ich habe mich am Abend hingesetzt und gebetet. Einmal dafür, dass ich nicht genug für meinen Glaube tue, seit dem letzten Mai und, dass ich endlich genug Kraft und Stärke dafür haben werde, meine Ziele zu erreichen. Nicht alle spontanen Aktionen gehen gut aus, auf Glück und Zufall wollte ich mich soweiso nicht verlassen, also musste ein guter Plan her. Den habe ich gemacht, nachdem ich diesen Beitrag angefangen habe.
 
Mittlerweile war es die erste Maiwoche, als ich wirklich angefangen habe, mich bewusst zu ernähren. Für jeden Tag habe ich mir einige Dinge vorgenommen: ein Workout ( Bauch, Po oder joggen) und, dass ich Süßigkeiten, Fast Food und am Wochenende Alkohol weglassen will. Das klingt alles so dramatisch, ich habe aber wirklich ein Problem mit dem Essen gehabt und am Wochenende zusätzlich Kalorien durch Alkohol helfen mir nicht wirklich. Nicht, dass ihr denkt, dass ich mich jedes Wochenende betrinke oder so, aber alles zählt!
 
Ich habe zwei ernste Anläufe gebraucht, bis ich endlich losgelaufen bin. Mein größtes Problem waren tatsächlich Süßigkeiten, die ich einfach nicht weglassen konnte. Die ersten zwei Tage! Fast Food hatte ich unter der Woche unter Kontrolle, schon alleine dadurch, dass ich so viele Hohlstunden hatte, dass ich genug Zeit hatte, um Zuhause zu essen.
 
Mit dem Laufen habe ich auch angefangen. Und dazu kamen Bauch- und Po Workouts. Abgesehen davon, habe ich täglich 0,5-1l grünen Tee zu mir genommen und fast vollständig zu Vollkornprodukten gegriffen.
 
  

















Meinen2-Wochen-Plan könnt ihr auf den Bildern sehen, geklammerte Punkte habe ich nicht eingehalten, angehakt bedeutet erledigt.

Ich habe mich vor jeder "Entscheidung" gefragt, was mir wichtiger ist. Lieber jetzt eine Pizza essen oder in einem Monat ein Kilo weniger wiegen. Soll ich lieber dieses Wochenende mit Freunden weg gehen oder daran arbeiten, nächste Woche meine Laufrunde 5 Minuten schneller zu schaffen. Durch das Entscheiden zwischen dem, was ich jetzt will und dem, was ich später haben will, konnte ich mich davon abhalten "falsch zu handeln". Mir ist auch immer bewusst gewesen, dass ich mich im Nachhinein ärgern werde, wenn ich schon wieder cheate oder keinen Sport mache und um das zu vermeiden, habe ich mich jedes Mal für die gute Tat entschieden. Wenn das Ziel im Fokus liegt, ist alles viel einfacher. Genau zu wissen, wohin das alles führt und was man erreichen will, ist die größte Unterstützung während dem Prozess.



Eine weitere Hilfe war es mir, dass ich mir in der Küche eine Schublade nur mit "meinen" Sachen eingerichtet habe. Also waren meine gesunden Vollkornprodukte, die Snacks, die ich essen "darf" und sonst noch alles, was zu meiner neunen Ernährungsrat gehört, an einem Ort versammelt. Dadurch habe ich mir die anderen Lebensmittel nicht dauernd vor Augen gehalten und ich hatte immer im Blick, wie viel ich von den Produkten habe. So konnte es nicht sein, dass ich beim Vorbereiten um 22:30 bemerke, dass ich keinen Reis mehr habe und stattdessen etwas anderes, weniger gesundes, essen musste. Durch den momentanen Schulstress habe ich auch zu meinen eigenen Zeiten gegessen. Wenn es also beim Rest der Familie Pommes und Chicken Wings gab, habe ich ein paar Stunden später in Ruhe meinen Reis mit Putenschnitzeln essen können.

Wo bin ich jetzt? Bei 3kg im Minus. Ich habe den ersten Schritt gemacht und das erreicht, was ich wollte. Mich endlich motivieren und eine Basis schaffen.
 
In 50 Tagen geht es nach Barcelona, weniger als 2 Wochen darauf heißt es für 3 Wochen Kroatien. Ich habe noch einiges vor mir, ich habe aber auch noch genug Zeit dafür. Wenn ich mich ranhalte, schaffe ich es und wenn du anfängt, schaffst du es auch!
 
XX Valentina
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