weekly report 31- finally in Croatia

Das Warten hat ein Ende- Sommerferien sind für mich mit Kroatien verbunden, wie sonst kein anderer Begriff. Daher war die Vorfreude während der Fahrt und die Begeisterung während der ersten Tage unnormal groß.
Die Woche hat ziemlich locker angefangen: außer ein paar Kaffees in der Stadt mit Freunden und einigen Einkäufen habe ich nicht viel gemacht. Vor allem Kosmetikartikel und Kleinigkeiten für den Urlaub habe ich gekauft, die ich euch in den nächsten Wochen zeigen werde.


Für den Dienstag habe ich mir eigentlich vorgenommen gehabt, meine Umkleide ein wenig umzubauen und ein paar Veränderungen vorzunehmen aber wie es eben so ist, läuft es selten nach Plan. Stattdessen habe ich meinen Koffer gepackt und alles geputzt, was in den nächsten Wochen leer stehen wird. Da dieses Mal ein kleiner Teil unseres Heimes bewohnt bleiben wird, musste nicht jeder Raum geputzt werden, zu meinem Glück, haha :D

Wie jedes Jahr ist der letzte Tag vor der Abreise immer stressig und voll mit irgendwelchen Erledigungen, die noch abgehakt werden müssen. Für mich stand neben der Fußpflege nicht außerhalb an. Den Rest konnte ich von Zuhause aus erledigen.

Als es dann am Donnerstag in der Früh los ging, konnte ich das erste Mal nach Jahren wieder im Auto schlafen. Normalerweise kann ich während der Autofahrt nicht schlafen, doch dieses Jahr war die komplette Fahrt so angenehm wie noch nie. Keine 5 Minuten Stau, keine Probleme etc. und nach 7 Stunden mit 2 langen Pausen sind wir im 40°C heißen Zagreb angekommen. Nach einer runde Schlaf sind wir dann auch schon zum Grund des Zagrebaufenthalts gegangen: dem Bräutigam. Dort wurde traditionell am Vorabend der Hochzeit gefeiert.

Nachdem ich die erste Nacht in der Hauptstadt mit Mühe überstanden habe, fingen die Vorbereitungen schon sehr früh an. Sich in einem kleinen Badezimmer, ohne Fenster ( also ohne Tageslicht und Frischluft) die Haare bei 42,5°C Außentemperatur die Haare zu glätten gestaltet sich schwieriger als man denkt. Doch als ich endlich mein ganzes Make-up in meinem Gesicht angebracht habe ( im Wohnzimmer, mit einem sehr kleinen Handspiegel) und mich in mein Kleid gequält habe, sind wir wieder zum Bräutigam gefahren und haben darauf gewartet, dass die Trauung beginnt. Als die andere Brautjungfer und ich unsere Sträuße erhalten haben und die Braut in den Startlöchern stand, begann eine wunderschöne Trauung, die mich ständig zu Tränen gerührt hat. Im Anschluss ging es dann zur Feierlocation, die wirklich wunderschön war. Der ganze Abend war einfach toll, obwohl ich wegen der Temperaturen sehr skeptisch war. Sobald ich ein paar Bilder in die Finger bekomme, zeige ich euch natürlich so viel wie möglich und mein Outfit. Es war mir eine große Ehre und hat mir sehr viel Freude bereitet, den ganzen Tag die „Brautjungfer“ genannt werden zu dürfen und ich hab mich in der Rolle ziemlich wohl gefühlt, haha. Die Temperaturen haben mich und meine Füße aber richtig getötet, weshalb ich die Riemchensandalen sehr früh gegen ein bequemeres Paar Plateausandalen getauscht habe und nach dem Abendessen auch mein ganzes Outfit gewechselt habe.

Am Samstagmorgen habe ich die Schuhe der vergangenen Nacht so richtig gespürt. Denn ich habe 3 Zehen überhaupt nicht gespürt und bin vor Schmerzen fast gestorben. Doch Jammern konnte ich nicht lange, da wir unser Appartement leerräumen mussten und anschließend Familienbesuche auf dem Plan standen. Der Plan war auch, am Nachmittag ans Meer zu fahren, doch wie schon oben gesagt, läuft es selten nach Plan. Dadurch, dass wir den Teil der Familie, der in Zagreb lebt, maximal einmal im Jahr sehen, sitzt man dann dort schon etwas länger und wie das eben bei uns so ist, spricht sich schnell rum, dass die Familie aus Deutschland zu Besuch ist, was bedeutet, dass im Handumdrehen das halbe Dorf vorbei kommt. Dementsprechend ist es sehr spät geworden und wir haben eine weitere Nacht in Zagreb verbracht.

Als ich am Sonntag aufgewacht bin, taten meine Füße weniger weh, dafür waren sie komplett lila. Wirklich lila. Ich habe sowas in meinem Leben noch nie gesehen und fand das Ganze auf der einen Seite sehr lustig, auf der anderen habe ich mir ein wenig Sorgen gemachrt, weil es ja doch nicht ganz normal war und ich immer noch kein Gefühl in den drei Zehen verspüren konnte. Doch nach dem Frühstück habe ich meine Füße für ein paar Stunden im Auto kühlen können, was dafür gesorgt hat, dass ich wieder normal auftreten konnte. Nach einer langen Runde im Wasser habe ich dann auch alle Schmerzen, Blasen und wunden Stellen durch die High Heels vergessen, denn ich bin endlich dort angekommen, wo ich mich zu 100% wohl fühle und mich komplett entspannen kann. In der Nacht habe ich endlich, nach 5 langen Nächten, gut geschlafen.

Ich bin immer noch fasziniert davon, wie viel positive Energie und Ruhe mir dieser Ort hier bringt. Es liegt gar nicht daran, dass es „Urlaub“ ist oder dass ich Ferien habe. Die Umgebung hat so einen guten Einfluss auf mich und mein Wohlbefinden, dass ich mich durch nichts und niemandem stressen lasse.

Und um noch einmal die High Heels Gesichte aufzugreifen: ich trage oft und lange hohe Schuhe und nicht selten habe ich danach Schmerzen und alles drum und dran. Doch dieses Mal war wirklich Extremzustand. Und weil ich ja hier nicht das erste Mal noch Frauenproblemen schreibe, musste ich euch diese Story einfach erzählen.

Zu tun:

Diese Woche werde ich für 48h mein Telefon komplett ausschalten. Keine Nachrichten, keine Musik, kein Internet, keine Fotos. 2 Tage einfach entspannen und runter kommen.


Außerdem will ich ebenfalls für 2 Tage komplett auf Kohlenhydrate und kohlensäurehaltigen Getränke verzichten. Durch die Hitze kann ich zwar eh nicht so viel essen, doch wenn ich esse, esse ich Dinge die mir im Nachhinein nicht gut tun. Mir wird schlecht und ich spüre, dass ich zu viel esse. Da ich in Deutschland die Menge und die Art der Nahrung deutlich reduziert habe ( auf ein Maß, was für jeden anderen Mensch „normal“ ist ), ist mein Magen hier ein wenig überfordert. Nebenbei will ich aber ein wenig joggen gehen, da sich das hier am Meer einfach so unglaublich gut anfühlt. Schwimmen gehört hier ohnehin schon zu meinen Hauptaktivitäten, daher wird sich die Kombination aus Ernährung, Joggen und Entspannung sicherlich positiv auf mich auswirken.  
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