Abnehmshakes- warum das keine Dauerlösung ist

Am Rande der Verzweiflung hat sich jeder schon einmal überlegt, die Diät aufzugeben und sich den Abnehmgetränken aus Drogerie, Onlineshops und Apotheken hinzugeben. Doch die sogenannten Formula-Diäten haben ihren "schlechten" Ruf nicht umsonst, obwohl sie auch ihre guten Seiten haben. 


Mittlerweile bekommt man das Wunderpulver überall und in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Die Hersteller versprechen schnelles Abnehmen ohne Hungern. Klingt auf den ersten Blick sehr vielversprechend und man erwartet einen gewissen Erfolg, wenn man für eine normale Packung solcher Formula-Diäten viel Geld zahlt. Und wenn man genauer hinsieht, zeigt sich auch ein Erfolg- auf der Waage und beim Essverhalten. Doch dafür muss man schon ein wenig mehr tun, denn das Trinken allein, sorgt nicht dafür, dass die Kilos verschwinden. 

Zunächst erkläre ich schnell wie solch Shake Diäten funktionieren: man mischt das gekaufte Pulver in Milch oder Wasser und ersetzt durch das Getränk eine bis alle Mahlzeiten. In den Pulvern sind alle Stoffe, die der Körper benötigt enthalten und durch den strukturierten Plan sollte nicht gehungert werden. 

Die Shakes beihalten also alle wichtigen Stoffe, versorgen den Körper jedoch nicht mit genug Energie. Das heißt also, dass die Energiezufuhr gesenkt wird und unter dem benötigten Gehalt bleibt. Nur dadurch ist das Abnehmen mit Shakes möglich. Denn bei einer ausgewogenen Ernährung muss der Körper keine Reserven aufbrauchen, wenn es zu  körperlicher Arbeit kommt, weshalb das Gewicht gleich bleibt. Wird dem Körper aber nicht die Energie gegeben, die es für normale alltägliche Dinge benötigt, muss für jede kleinste Anstrengung, nein, eigentlich für jede Bewegung, jeden Prozess des Körpers, eine Energiereserve aufgebrochen werden, um den Körper zu versorgen. Dadurch kommt es in kurzer Zeit zur schnellen Gewichtsabnahme, da der Alltag für den Körper und die Fettspeicher belastend ist und zusätzlicher Sport den endgültigen Tod der überschüssigen Kilos bedeutet. 

Nun klingt das nach einem Extremzustand für den Körper. Und in gewisser Weise ist dies auch der Fall, doch der Vorteil von radikalen Umstellungen und so einer starken Reduktion der Energie ist, dass man sich auf eine Ernährugsumstellung einstellen kann. Nachdem man einige Tage oder Wochen unter diesen Umständen gelebt hat, wird einem eine Mahlzeit mit Vollkornprodukten und Gemüse wie ein 5-Sterne-Gericht vorkommen. Eine solche Formula-Diät eignet sich als Einstieg in eine dauerhafte Ernährungsumstellung oder strukturierte Diät.

Jedoch ist das absolut keine Dauerlösung, denn den selbst gemischten Mahlzeitenersatz sollte man nicht länger als 3 Wochen zu sich nehmen. Und auch sonst sollte man vorher einen Arzt um Rat bitten, denn dieser kann meistens besser einschätzen, wie sich sowas auf den Körper und die Gesundheit auswirkt. Abgesehen davon, dass ein Arzt jedem vorher zu einer selbstständigen und langsamen Umstellung der Ernährungsweise raten wird und auch abklären kann, wie viel Gewicht man verlieren sollte. 

Und genau das ist ein springender Punkt, wenn es um das Thema Formula-Diäten geht: es sorgt eben nicht automatisch für eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Das bedeutet, dass man nach der kurzen Abnehmphase direkt wieder in die alten Essgewohnheiten fällt, was zum verhassten Jojo-Effekt führt. Der Jojo-Effekt wird ebenfalls dadurch ausgelöst, dass der Stoffwechsel aufgrund der verringerten Energiezufuhr heruntergefahren wird und anschließend überfordert ist, wenn man in das alte Verhaltensmuster fällt und somit anfängt, alles anzusetzen. 

Es mag für viele eine Motivation sein, schnell und viel abzunehmen, jedoch gibt es zwei Arten von Abnehmen: Fett verlieren und Gewicht verlieren. Das spielt eine wichtige Rolle. Jedoch schwindet die Motivation schnell, wenn man sich dauernd von flüssigen Mahlzeiten ernährt, denn dadurch wird Heißhunger auf "Festes" ausgelöst. Was wiederum zu Misserfolg führt. Ebenfalls unvorteilhaft ist es, dass durch die geringe Eiweißmenge im Shakepulver die Muskelmasse schwindet. Denn selbst in guten Produkten ist die Menge an Eiweiß und Ballaststoffen sehr gering. 

Ich habe am Anfang des Jahres sowas gemacht und keinen Erfolg gesehen. Den Bericht dazu findet ihr hier . 

XX Valentina
Kommentar veröffentlichen